Viele Handwerker und Freiwillige aus der Umgebung helfen bei der Sanierung

Als das Felsenloch nach etwa einem halben Jahr fertig herausgehämmert war, kam der pensionierte Stilfser Maurermeister Hubert Wieser und sagte: „Das muss jetzt fachgerecht gesichert werden. So kannst du es auf keinen Fall belassen.“ Er nahm diese Arbeit selber in die Hand und sagte gleich, was es alles kosten würde und dafür brauche. „Den Traktor bringe ich zusätzlich mit“, sagte er. Wir holten viele Traktorladungen Steine, betonierten die Treppenstufen und Steinsäulen in den Fels und sicherten den Türbogen und die kleine Grotte. Die Eisenkonstruktion zur Belichtung des Felsschachts schweißte Meinrad Thöni, Insasse der Behindertenwerkstatt Prad.

Die Schleuder und Eisenhalterungen gegen die Hausrisse fertigte der Schlosser Gritsch Max & Co an. Der neue Dachstuhl wurde von der Zimmerei Thialer Karl angefertigt. Den neuen Bauernofen in der Stube errichtete die Firma Ofenbau aus Laatsch. Das überdurchschnittlich große Ofentürchen dazu machte der Kunstschlosser Ebensberger Karl Heinz. Holztreppen und Stiegengeländer im Haus stammen von der Zimmerei und Tischlerei Lechner. Die Dachrinnen und andere Eisenkonstruktionen am Dach machte der Spengler Zoderer. Neue Fenster fürs ganze Haus setzte die Tischlerei Gugsell ein.

phtopfloor

Klos, Duschen, Kalt- und Warmwasser in der Küche installierte Kuntner Kassian. Die Hölzer für das neue Lärchenstübchen lieferte der Sagschneider Folie. Die Schlafterrassen zimmerte Roland Veith.

Ein Kamion kann das Pfeiferhaus nicht erreichen und so mussten Baumaterialien - und schutt immer auf kleinere Traktorlieferungen umgeladen werden. Diese Traktorfahrten machten Hofer Anton, Edmund Schöpf, Wallnöfer Gottfried und Kobler Gebhard.

Rungg Alois brachte mit seinem Lastwagenkran die Granitplatte vom Suldenbach nach Stilfs und lud sie auf einen Traktor um. Veith Gregor vermauerte die Risse und verputzte das Haus außen und innen. Die Steineberatung kam von Peter Jochberger und Marseiler Peter. Moser Leonhard offerierte Schnupftabak gegen die verstopfte Nase bei den Zementarbeiten. Die Nachbarin Anna Trafoier verwaltete den Hausschlüssel. Inzwischen übernimmt diese Aufgabe die Nachbarin Serafine. Der Nachbar Ratt Michael lieh uns oft kleinere Werkzeuge. Ludwig Schöpf verrichtete Meiselarbeiten mit seinem modernen Presslufthammer in der Küche. Der Gasthof Helmut Hofer und Monika Schöpf schenkte mir einmal ein Gratisessen und erließ andere Male Rabatt. Die Gemeinde Stilfs offerierte dem Pfeiferhaus einige Traktorladungen von richtigen Mauersteinen. David und Ulrich Moser, Söhne von Roman und Monika, halfen beim Wegführen von Bauschutt. Oswald und seine Frau Serafine, andere Nachbarn, stellten mir ihren Presslufthammer aus dem ersten Weltkrieg unentgeltlich zur Verfügung. Ein weiterer Nachbar, Gerhard Ratt, erzählte uns historische Geschichten zum Pfeiferhaus. Paula Angerer half bei den notariellen Abwicklungen. Vierer Karl, baute vier lange Leitern fürs Pfeiferhaus. Der Baumeister Albrecht Ebensberger berechnete unentgeltlich einen Kostenvoranschlag für die gesamte Sanierung. Der Mann von Stillebacher Elisabeth lieh uns zeitweise unentgeltlich seinen Schleifstein zum Nachschleifen der Werkzeuge. Die Gärtnerei Schöpf sponserte den Birnenbaum. Mein Vater Friedl und sein Gehilfe, der Tischler Thomas, unterstützten das Projekt mit vielen unentgeltlichen Tischlerarbeiten. Meine Mutter Maria kochte unentwegt gratis.
Die Stilfser Kinder waren immer dabei und mischen mit ihrer Phantasie und Kreativität überall mit.

Engelbert Donner, Down- Künstler und Protagonist für Beziehungen, hat mir zwischen 1977 und 2000 selbst gemachte Holzskulpturen geschenkt. Diese sind inzwischen in die Holzstrukturen des Pfeiferhauses eingearbeitet.